So verlieren Sie Ihre Kryptowährung nicht
Eine Checkliste: was Sie nie tun sollten, wie Sie sich schützen und was zu tun ist, wenn es schon passiert ist.
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Das sollten Sie nie tun
- Geben Sie niemandem Ihre Wiederherstellungsphrase (12–24 Wörter) oder Ihren privaten Schlüssel. Keine Börse, kein Support und keine Polizei fragt danach. Wer danach fragt, will stehlen.
- Investieren Sie nie über jemanden, den Sie online kennengelernt haben: in einer Dating-App, auf Telegram, WhatsApp oder Facebook. So beginnen die meisten Betrugsfälle, auch nach Monaten des Schreibens.
- Glauben Sie keinem garantierten Gewinn. „2 % pro Tag“, „ohne Risiko“, „nur heute“ bedeuten immer Betrug.
- Zahlen Sie nie, um Ihr eigenes Geld abzuheben. Wird vor der Auszahlung eine „Gebühr“, „Steuer“ oder „Versicherung“ verlangt, ist das Geld bereits weg.
- Installieren Sie keine Fernzugriffs-Apps (AnyDesk, TeamViewer und ähnliche), nur weil jemand darum bittet.
- Antworten Sie keinem „Support“, der Sie zuerst anschreibt. Echte Admins und Börsenmitarbeiter schreiben nicht zuerst.
- Ein Anruf von Ihrer „Bank“, „Börse“ oder „der Polizei“? Legen Sie auf und rufen Sie selbst die offizielle Nummer an.
- Bestätigen Sie in Ihrer Wallet nichts, was Sie nicht verstehen. Ein einziges „Approve“ oder „Sign“ auf einer gefälschten Seite kann die ganze Wallet leeren.
- Prüfen Sie die ganze Empfängeradresse, nicht nur Anfang und Ende. Kopieren Sie Adressen nicht aus dem Transaktionsverlauf: Betrüger schleusen dort sehr ähnliche Adressen ein.
- Vertrauen Sie keinen „Rückholdiensten“, die Ihnen Ihr Geld garantiert zurückholen wollen oder Krypto im Voraus verlangen. Das ist der zweite Betrug nach dem ersten.
So schützen Sie sich
- Tippen Sie die Adresse der Börse selbst ein oder öffnen Sie sie über ein Lesezeichen. In Google-Ergebnissen und Anzeigen tauchen gefälschte Seiten auf.
- Nutzen Sie eine Börse mit Zulassung in der EU. Schalten Sie die Zwei-Faktor-Bestätigung per Authenticator-App ein, nicht per SMS.
- Aktivieren Sie bei Ihrer Börse die Liste erlaubter Auszahlungsadressen: Dann kann Geld nur an Adressen gehen, die Sie freigegeben haben.
- Bewahren Sie größere Beträge auf einer Hardware-Wallet auf, die Sie nur direkt beim Hersteller gekauft haben.
- Prüfen Sie ab und zu, welchen Seiten Ihre Wallet Berechtigungen gegeben hat, und widerrufen Sie die unnötigen (zum Beispiel mit revoke.cash).
Wenn es schon passiert ist
- Zahlen Sie nichts mehr und brechen Sie den Kontakt zu den Betrügern ab.
- Sichern Sie Beweise: Transaktions-IDs (TxID), Adressen, Beträge, Zeitpunkte und Screenshots der Chats und der Website.
- Melden Sie es sofort Ihrer Börse und der Polizei. Die ersten Stunden zählen am meisten: Solange das Geld noch auf einer Börse liegt, kann es eingefroren werden.
- Wenn Sie verfolgen lassen wollen, wohin das Geld gegangen ist, und Beweise für Polizei und Börse brauchen: trailforensics.com.
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